Wer eine der ersten Smartwatches mit Android Wear ergattert hat, wird festgestellt haben, dass sich die Akkulaufzeit manchmal doch ein kleines Ärgernis darstellen kann. Vor allem dann, wenn der Akku in einem ungünstigen Moment seinen Geist aufgibt. Und da die Uhren ja auch noch an ein Kabel gehängt werden müssen, kann der Besitzer sie während dieser Zeit nicht am Handgelenk lassen. Dazu kommt die Tatsache, dass LG G Watch und Samsung Gear Live eine spezielle Aufladeschale benötigen, die der Besitzer also die ganze Zeit mit sich führen muss, um die intelligente Uhr auf unterwegs laden zu können.

Helligkeit ist ein wichtiger Faktor

helligkeit

Normalerweise kann man bei den bisher erschienen Android Wear Smartwatches von einer Akkulaufzeit von rund 24 Stunden ausgehen. Mit einigen Maßnahmen lässt sich diese Zeit aber um etwa weitere 24 Stunden verlängern. Dabei spielt die Helligkeitseinstellung eine gewichtige Rolle. Doch den Helligkeitslevel einfach herunterzuschrauben ist so eine Sache. Wer seine Smartwatch schon mal bei voller Helligkeitseinstellung im Sonnenlicht ablesen wollte wird wissen, dass man dort nichts erkennen kann. Wahrscheinlich wird dies auch bei der Motorola Moto 360 nicht anders sein, allerdings wird diese mutmaßlich einen Umgebungslicht-Sensor bieten, der die Helligkeit an die Gegebenheiten anpasst. Es lässt sich aber sagen, dass eine geringere Helligkeitseinstellung der Akkulaufzeit hilft. Dies gilt für die Samsung Gear Live noch in höherem Maße als für die LG G Watch.

Ständige Anzeige (Always-on) kein großer Faktor

alwayson

Android Wear bringt eine Einstellung mit, mit der die Uhr die ganze Zeit an bleibt. Dies findet im so genannten Dimm-Modus statt, d. h., die Anzeige ist nur noch schwarz-weiß. Der Vorteil liegt darin, dass sich die Uhrzeit immer ablesen lässt und Benachrichtigungen immer sofort gesehen werden können. Mit einem Fingertipp auf den Screen oder das Heben des Arms werden dann auch sofort wieder Farben für die Darstellung verwendet.

Die Einstellungen erlauben es auch, den Dimm-Modus zu deaktivieren. Dann wird die Uhrzeit im Dimm-Modus nicht mehr angezeigt. Der Fingertipp auf das Display und das Heben des Arms haben aber trotzdem weiterhin den gleichen Effekt. Auch wenn sich auf diese Art Akku sparen lässt, ist es kein großer Faktor, der den Nachteil aufwiegt, die Uhrzeit nicht mal schnell ablesen zu können.

Die Vibrationsfunktion

vibration

Bei eingehenden Nachrichten, Telefonaten, dem Erreichen des persönlichen Schrittziels usw. meldet sich die Smartwatch per Vibration. Durch die Deaktivierung der Vibrationsfunktion kann der Akku geschont werden, da der Vibrationsmotor nicht läuft. Es ist beispielsweise möglich, die Vibration zu den Zeiten auszuschalten, wenn man sowieso das Smartphone vor sich liegen hat (z. B. im Büro). Abends in einer lauten Bar schaltet man die Vibration hingegen an.

Die Benachrichtigungen

notifications

Hier liegen die größten Einsparungspotentiale. Sobald eine Benachrichtigung eingeht, leuchtet das Display der Smartwatch auf und benötigt natürlich dementsprechend Energie. Je mehr Benachrichtigungen eingehen, desto größer natürlich auch der Akkuhunger. Auf der anderen Seite stellen die Notifications natürlich eine der Hauptfunktionen der Smartwatch dar, weshalb die Deaktivierung der Benachrichtigungen keinen wirklichen Sinn macht.

Glücklicherweise bietet Android Wear die Möglichkeit, anhand der Einstellungen ein bisschen Finetuning zu betreiben. Twitter, Gmail, Facebook, WhatsApp, Google+ – alles lässt sich einzeln deaktivieren und spart auf diese Weise wichtige Akkupower. Vor allem die Abschaltung von Gmail-Benachrichtigungen kann sich sehr positiv auswirken, schreibt die US-Website Android Central.

Fazit

Mit einem Mix der oben genannten Möglichkeiten lässt sich die Akkulaufzeit von LG G Watch und Samsung Gear Live signifikant steigern. Nicht alles Maßnahmen sind für jeden praktikabel , aber jedes Instrument zählt.